Ausstellung 202   ·   9. Dezember 2005 - 28. Januar 2006

DEZEMBERSALON 2005 

»Künstler der Galerie«



1. Anton Bauer: Abendwolken
(Öl, 35 x 50 cm, 2000)  2.000 €

3. Anita Bellotto: La Pause Café
(Öl, 61 x 50 cm, 2005)  1.200 €

9. Olga Fomina: Blick aus dem
»Atelier
 Galentz
« (Öl, 16,8 x 17,5 cm, 2005)  240 €





18 . Hansjoachim Hölzel: Fischlandscheune I, Barnstorf
(Federzeichnung, 36 x 48 cm, 1984) 840 €

19.
Hansjoachim Hölzel: Fischlandscheune II, Niehagen
(Federzeichnung, 37 x 51 cm, 1984) 840 €







20. Oskar Huth: Der Musenvogel
(Kaltn., 18 x 13 cm, 1976) 25 €



24. Chavarch Khatchatrian:
Mein Sohn Levon
(Sandsteinguß, 21,5 cm,
2005) 680 €


57. Hermann Teuber:
Frau vor dem Spiegel
(Aquatinta, 31 x 25 cm,
1940) 400 €

33. Wladimir Krawtschenko:
Haubach-Eck, Charlottenburg
(Öl, 11,5 x 11,5 cm, 2005) 320 €





22. Klaus Jurgeit: »Cafe mar« I
 (Aquarell, 50 x 70 cm, 2004) 2.000 €


23.
Klaus Jurgeit: »Cafe mar« II
 (Aquarell, 52 x 70 cm, 2004) 2.800 €






42.  Liu Ye: Interieur
 (Mezzotinto, 16,5 x 16,9 cm, 1993) 360 €

34. Wladimir Krawtschenko:
Vor dem Gewitter, bei Poltawa (I)
(Öl, 8,5 x 11,5 cm, 2005) 240 €

43. Liu Ye: Musik
(Mezzotinto, 16,5 x 16,0 cm, 1993) 400 €




47. A.-R. Mantovani:
Das Rosenkranzgebet II
(Öl, 40 x 30 cm, 1981) 4.000 €
55. Rudolf Stüssi: KulturBrauerei am Abend
 (Aquarell, 50 x 68 cm, 2003) 1.800 €
32. Wladimir Krawtschenko:
Südliche Fasanenstraße
(Öl, 13 x 11 cm, 2005) 280 €




58. Tung Lo: Gesicht I
(Öl, 50 x 40 cm, 2005) 1.800 €

59. Tung Lo: Gesicht II
(Öl, 50 x 40 cm, 2005) 1.800 €


60. Tung Lo: Gesicht III
(Öl, 50 x 40 cm, 2005) 1.800 €




50. Kurt Mühlenhaupt: Mann mit Tasche
 (Holzschnitt, 40 x 20 cm, 1966) 240 €

52. Hans-Jürgen Reichelt: Der Heuboden II
(Aquatinta, 38 x 46 cm, 2004) 180 €


49. Elbereth Moore: Alice
(Öl, 31 x 23 cm, 2005) 960 €
2005 GALERIE TAUBE, BERLIN
Der Vorzugsausgabe dieses Katalogs
(grauer Umschlag) ist in 120 numerierten
und signierten Exemplaren die Originalkalt-
nadelradierung "GESICHT"
 (9,1 x 7,4 cm, 2005) von Tung Lo
beigeheftet.

51. Jochem Pechau: Schleichende Katze
(Holzschnitt, 5,6 x 8,2 cm, 1982) 240 €


[Vorwort im Katalog zum Dezembersalon 2005 der Galerie Taube von Klaus Märtens / info@galerie-taube.de]

Den originellen Maler der ersten Stunde erkannte Carl Hofer 1946 sofort und schickte ihn, selbst ohne Malklasse, zu Schmidt-Rottluff. Weil der Maler aber gegen alle Modernismen immun war und blieb, ging das nicht gut. Curt Mühlenhaupt –»Duzfreund der Wirklichkeit« nannte ihn Hellmut Kotschen-reuther 1960 – tat bis heute mehr als jeder andere für den Erhalt der Malerei in Berlin. So ist das. – Immer übte jemand Widerstand. Oskar Huth redete eine Menge, Rudi Lesser saß ebenso leise wie unentwegt über seinen Radierungen und Lithos, und Edwin Dickman malte nächtens bei Leydicke mit spitzem Pinsel kleine Portraits. Nach 'Großgörschen 35' kam die 'Schule der neuen Prächtigkeit'. Aus 'Gruppe 70' und 'Lügenfrei' wurde 'Lügensieb'. In diesem Umfeld begann 1973 die Arbeit der 'Galerie Taube'. Ihr Name leitet sich u. a. von Eberhard Frankes 'Fensterbild mit Taube' (1971) her. Georg Kupke beklagte später, daß er diesem zunächst die Aufnahme in die 'Gruppe 70' verweigert hatte. Nun besteht auch der 'Künstlersonderbund' schon fünfzehn Jahre. Doch seit Hofers Tod 1955 dauern die Triumphe der abstrakten und in der Folgezeit der Benzin- wie Fett-, Filz- und Wellblech-Künste unvermindert an. Im November 1958 hatten fünf junge Bildner die Gruppe »Figura« gegründet. Sie war sehr kurzlebig und gilt heute als vergessen. Wie sie aber damals ihr Unbehagen an der Kunstsituation der Zeit äußerte, wirkt gegenwärtig sehr aktuell. Den Aufruf schrieb Karl-Hermann Roehricht. Ich danke ihm dafür, daß er mir den Wiederabdruck des weithin unbekannten Textes gestattet. Denn wir brauchen schon längst eine Ausstellung wie:


        »Figura – Gegenständliche Kunst seit 1945« !
                                                                                                                                                           
    Nicht polemische Absicht, sondern Überzeugung veranlaßte uns,
    FIGURA zu gründen. Wir können uns nicht damit abfinden, daß
    die Inhalte der bildenden Künste, der Mensch und seine Welt, auf
    die Dauer verleugnet werden. Ziel von FIGURA ist nicht die zum
    Zeichen verkargte, sondern die durch Gestaltung zum Bild gewor-
    dene Wirklichkleit.
    Finden Sie nicht, daß es sich auch heute – ja gerade heute – noch
    lohnt, eine Blume zu betrachten, zu lieben und zu malen?
    FIGURA glaubt das. Trotz allem!                       [Katalog FIGURA, Berlin 1958]


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